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ABGESCHLOSSENE FORSCHUNGSPROJEKTE

 

GiS - Gewerbe in der Stadt - Wandel im Bestand gestalten

Die Entwicklung neuer Gewerbestandorte im suburbanen Raum der letzten Jahrzehnte hat dazu geführt, dass die freien Flächen an den Stadträndern zunehmend beansprucht werden und es zudem zu einer fortlaufenden Zerstreuung von Industrie und Gewerbe kommt. Das Forschungsprojekt „Gewerbe in der Stadt – Wandel im Bestand gestalten“ soll genau dieser Entwicklung entgegensteuern. Ziel des Projektes ist es, innerstädtische Gewerbegebiete zu entwickeln und die Potenziale vorhandener, zentraler Gewerbeflächen bestmöglich zu nutzen. Es gilt, die Vorteile städtischer Gewerbestandorte – wie ein attraktiveres Umfeld, bessere Erreichbarkeit für Beschäftigte, kurze Wege zu Kunden und Kooperationspartnern der Betriebe sowie geringere Mobilitätskosten und CO2-Ausstoß – zu fokussieren. Des Weiteren stellt sich vor dem Hintergrund starker struktureller Veränderungen der „Industrie 4.0“ für eine wachsende Anzahl an Unternehmen die Frage, inwieweit suburbane Standorte langfristig überhaupt geeignet sind. Vor allem für aufstrebende und stadtaffine Wirtschaftsbereiche könnten innerstädtische und dynamische Gewerbegebiete also in Zukunft das bestmögliche Arbeitsumfeld bieten. Die Möglichkeiten und Chancen dieser „Urbanen Produktion“ sollen durch das Forschungsprojekt erarbeitet und gefördert werden, umso zu einer nachhaltigen Transformation urbaner Gewerbegebiete sowie zu einer nachhaltigen Stadtentwicklung beizutragen.

Neben den Forschungspartnern der Bergischen Universität Wuppertal und der HafenCity Universität Hamburg wird es weitere Praxispartner aus den Regionen Rhein-Ruhr und Hamburg geben, mit welchen das Projekt gemeinsam entwickelt und umgesetzt werden soll. Nach einer allgemeinen Aufbereitung des aktuellen Entwicklungsstandes wird eine weitere Untersuchung anhand von regionalen Daten und ausgewählten Fallstudien stattfinden, um neue Handlungs- und Gestaltungsansätze zu entwickeln. Diese Ansätze sollen dann in konkrete Pilotprojekte überführt werden.

Das Projekt wird in Kooperation mit der HafenCity University, Fachgebiet Projektentwicklung und Projektmanagement, Prof. Dr.-Ing. Thomas Krüger durchgeführt. Auftraggeber ist das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).
Laufzeit: Dezember 2016 – Oktober 2020
Ansprechpartner: Dr. Monika Piegeler
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Städtebaulicher Investitions- und Förderbedarf 2020 - 2030

Seit 1971 fördern der Bund, die Länder und die Kommunen im Rahmen der Städtebauförderung städtebauliche Gesamtmaßnahmen mit dem Ziel, die Funktionsfähigkeit der Städte zu erhalten und soziale Missstände zu vermeiden. Dem Förderprogramm wird eine hohe wirtschaftliche, soziale und kulturelle Bedeutung beigemessen, denn der gesellschaftliche Wandel fordert den Kommunen städtebauliche Anpassung ab, die in vielen Fällen deren Leistungsfähigkeit übersteigen. 

Ziel des Projektes ist es, den zukünftigen städtebaulichen Investitionsbedarf zur Bestimmung des Förderbedarfs für die Programme der Städtebauförderung und den Investitionspakt "Soziale Integration im Quartier" für die Jahre 2020 bis 2030 zu ermitteln. 

Der Investitions- und Förderungsbedarf wird durch eine Befragung der bundesdeutschen Kommunen erhoben. Begleitet wird die Befragung durch Interviews mit Vertretern der Bundesländer, die für die Städtebauförderung zuständig sind, sowie eine volkswirtschaftliche Plausibilisierung. 

Das Projekt wird in Kooperation mit der GEFRA - Gesellschaft für Finanz- und Regionalanalysen (Prof. Dr. Gerhard Untiedt) und dem DIW - Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (Prof. Dr. Martin Gornig) durchgeführt. Auftraggeber ist das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung. 

Laufzeit: Dezember 2018 - September 2020

Ansprechpartner: Michael Heinze

 


 

Anwendungsstand der Lebenszykluskostenanalyse in der wohnungs- und immobilienwirtschaftlichen Praxis und Ansätze zur Verbesserung

Konzepte zur Senkung der Bau- und Nutzungskosten und damit der Lebenszykluskosten (LZK) sind eine wichtige Voraussetzung für wirtschaftliche Immobilienprojekte, kostengünstigen Wohnungsbau und bezahlbares Wohnen. Dennoch ist in der Praxis über die Baukosten hinaus nur eine zurückhaltende Auseinandersetzung mit dem Thema zu beobachten.

Im Rahmen des Forschungsprojektes wird daher untersucht, inwieweit sich die LZK-Modellierung in der Praxis der deutschen Immobilien- und Wohnungswirtschaft durchgesetzt hat und wie die Diffusion der Anwendung verbessert werden kann. Es werden folgende Forschungsfragen bearbeitet:

  • Wie verbreitet sind LZK-Betrachtungen in der deutschen Immobilien- und Wohnungswirtschaft und in welcher Form findet die Anwendung statt?
  • Was hemmt den Einsatz von lebenszyklusorientierten Kostenanalysen?
  • Welche Anreize und Voraussetzungen können zu einer besseren Diffusion der LZK-Anwendung beitragen?

Die Forschungsergebnisse sollen einen systematischen Überblick über die Anwendungspraxis des LZK-Ansatzes geben und zielgruppenorientierte und praxisnahe Handlungsempfehlungen zum optimalen Einsatz von lebenszyklusorientierten Kostenanalysen in der Planung und Gebäudebewirtschaftung aufzeigen.

Ein Forschungsprojekt der Forschungsinitiative Zukunft Bau im Auftrag des Bundesinstitutes für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR).
Laufzeit: Juli 2017 – Juli 2019
Ansprechpartner: M.A. Olivera Obadovic

 


 

"Nachhaltige Konsummodelle der Shared Economy in der Wohnungswirtschaft"

Das Forschungsvorhaben „Nachhaltige Konsummodelle der Shared Economy in der Wohnungswirtschaft“ wird im Rahmen des Förderprogramms „Innovations- und Technikanalyse“ (ITA) des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Die Innovations- und Technikanalysen analysieren und bewerten neue fachübergreifende Themen von gesellschaftlicher Relevanz hinsichtlich ihrer Chancen und Risiken.

Das Forschungsvorhaben wird als interdisziplinäre Kooperationsarbeit mit dem Institut für Stadtforschung, Planung und Kommunikation (ISP) der Fachhochschule Erfurt durchgeführt. Weitere Kooperationen sind mit der Wohnungswirtschaft in vier Fallstudien, u.a. mit der Kommunalen Wohnungsgesellschaft mbH Erfurt, vorgesehen.

Die Förderung des Nachhaltigkeitsbewusstseins und des nachhaltigen Konsums ist ein wichtiger Baustein zur Erreichung nachhaltiger, politischer Ziele. In diesem Zusammenhang erweist sich der Trend der „Shared Economy“ als Chance für neue, flexible Konsum- und Eigentumsmodelle. Auch die Wohnungswirtschaft hat den Trend zur gemeinsamen Nutzung von Gütern erkannt. So wurden bereits erste Ansätze des Teilens und Tauschens in das Produkt- und Dienstleistungsportfolio von Wohnungsunternehmen und ‑genossenschaften aufgenommen. Dazu zählen die Bereitstellung vergünstigter Car-Sharing-Angebote für eigene Mieter/Innen oder von Flächen für Urban Gardening-Initiativen, Gemeinschaftsräume, Food-Kooperationen oder Recyclinginitiativen. Den Wohnungsunternehmen bietet sich dabei die Chance, aufgrund ihrer dauerhaften Bindung an ihre Kund/Innen neue Konsummodelle mittel- und langfristig zu etablieren.

Ziel des Forschungsvorhabens ist es, Shared Economy in der Wohnungswirtschaft erstmalig genauer zu erforschen. Im Mittelpunkt des Forschungsvorhabens stehen die bevorstehende bzw. zu erwartende Entwicklung seines Potentials und die zukünftigen Trends von kollaborativen Innovationsprozessen in der Wohnungswirtschaft im Hinblick auf das nachhaltige Konsumverhalten von Bewohner/Innen städtischer Wohnquartiere. Insbesondere die technologischen Möglichkeiten sollen gleichzeitig mit den Wertvorstellungen, der Bereitschaft und den Widerständen zu nachhaltigen Konsummöglichkeiten verschiedener Bevölkerungsgruppen und den wirtschaftlichen Anforderungen der Wohnungswirtschaft in einer Vorausschau betrachtet werden. Als methodische Bausteine sind eine Online-Befragung deutscher Wohnungsunternehmen sowie in vier Fallstudien Mieterbefragungen ausgewählter Wohnungsunternehmen sowie Zukunftswerkstätten mit Quartiersbewohner/Innen vorgesehen. Begleitend werden Expertenworkshops zum Ergebnistransfer durchgeführt.


Laufzeit: 10/2015- 09/2017
Ansprechpartner: Michael Heinze

 


 

Forschungsprojekt des BMWi

EnOB: MONITOR - Begleitforschung zu den Demonstrationsprojekten innerhalb des Förderkonzepts Energie Optimiertes Bauen

Zusammen mit:

Bergische Universität Wuppertal, Fachgebiet Bauphysik und technische Gebäudeausrüstung

Universität Karlsruhe, Fachgebiet Bauphysik und technischer Ausbau, Lehrstuhl Ökonomie und Ökologie des Wohnungsbaus Universität Kassel, Fachgebiet Bauphysik und andere Projektpartner

Energie optimiertes Bauen ist eines der wesentlichen Handlungsfelder innerhalb des 5. Energieforschungs-programms der Bundesregierung. Ein Baustein innerhalb dieser Aktivitäten ist die Umsetzung der Ergebnisse von Forschung und Entwicklung in Demonstrationsprojekten mit dem Ziel, die verschiedenen Elemente auf ihre Effizienz, Praxistauglichkeit und künftige Marktfähigkeit zu prüfen sowie die Übertragung der Forschungs- und Entwicklungsergebnisse in die Aus- und Weiterbildung von Fachplanern, Architekten und Handwerkern. Der Kernpunkt der im Rahmen dieses Projektes durchgeführten Begleitforschung ist die systematische Gebäudeanalytik bezogen auf die vom BMWi geförderten Demonstrationsgebäude im Neubau (EnBau) und Bauen im Bestand (EnSan).

Laufzeit: 2007 - 2015

Ansprechpartner: Olivera Obadovic


 

Schwäbisch Hall:

"Untersuchung des Marktes für energetische Gebäudesanierung in Deutschland"

Forschungsprojekt im Auftrag der Schwäbisch Hall Stiftung und des Verbandes der Privaten Bausparkassen e.V.

 Der deutsche Wohnungsbestand ist von Politik und Gesellschaft einmütig identifiziert als ein wesentliches Aktionsfeld für die Steigerung der Energieeffizienz und die CO2-Einsparungen. Die energetische Sanierung des Wohnungsbestandes schafft in den nächsten Jahren - gemeinsam mit dem quantitativ fast schon vernachlässigbaren energieeffizienten Neubau - einen "Massenmarkt", dessen Funktionsweise und Ergebnisse bislang noch nicht ausreichend untersucht wurden.

Obwohl die jährliche Sanierungsquote des Wohnungsbestandes bislang weit hinter den geforderten Zielen der Bundesregierung zurückbleibt, hat es in den letzten Jahren bereits Preissteigerungen und Verteuerungen bei spezifischen Baumaterialien und im Rahmen der Prozesse und Wertschöpfungsketten gegeben. Neben der Analyse der Ursachen für die Preisentwicklung von Produkten und Dienstleistungen zur energetischen Gebäudesanierung stehen im Mittelpunkt der Betrachtung:

§   die Marktteilnehmer auf der Angebots- und Nachfrageseite,

§   die Märkte für Produkte der energetischen Sanierung (z.B. Außentüren und -fenster, Außenwandbekleidungen, technische Anlagen wie Wärmeversorgungsanlagen und lufttechnische Anlagen etc.) und für Bauleistungen (z.B. spezialisiertes Handwerk),

§   Optimierungspotenziale für Bau- und Planungsprozesse sowie

§   die Entscheidungsprozesse der Einzeleigentümer am Wohnungsmarkt.

Die Ergebnisse des Forschungsprojektes sollen in die Arbeit der Baukostensenkungskommission des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) einfließen.

Laufzeit: Dez. 2014 – April 2015

Ansprechpartner: Michael Heinze, Prof. Dr. Guido Spars


 

Grundlagen zur Evaluierung des Städtebauförderungsprogramms „Soziale Stadt – Investitionen im Quartier“ (ExWoSt)

Ein Forschungsprojekt im Auftrag des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR).

In Kooperation mit: StadtRaumKonzept GmbH, Dortmund und dem Institut für Landes und Stadtentwicklungsforschung gGmbH, Dortmund. 

Seit 1999 wird das Bund-Länder-Programm Soziale Stadt umgesetzt. Das Programm war mit seiner integrierten Förderausrichtung eine wichtige Neuorientierung in der Städtebauförderung und fand von Beginn an sowohl in der Umsetzungspraxis als auch in der Forschung starke Beachtung. Seit 2012 konzentriert sich das Programm unter dem Titel „Soziale Stadt – Investitionen im Quartier“ insbesondere auf städtebauliche Maßnahmen in den Bereichen Wohnumfeld, Infrastruktur und Qualität des Wohnens. Über 375 Kommunen haben in diesem Kontext bis einschließlich 2012 Bundesfinanzhilfen erhalten. Ziel des Bund-Länder-Programms „Soziale Stadt – Investitionen im Quartier“ ist die Verbesserung der sozialen, städtebaulichen und wirtschaftlichen Situation in den beteiligten Programmgebieten durch einen effektiven und problemadäquaten Einsatz der zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel und denAufbau geeigneter Umsetzungsstrukturen.Die Umsetzung des Programms hat sich stetig weiterentwickelt. Neue Themen wie die Förderung der lokalen Ökonomie oder die verstärkte Einbindung von Schule und Bildung in die Stadtteilerneuerunghaben den Blick ebenso geöffnet wie die Zusammenarbeit mit neuen Akteuren, beispielsweise aus der Wohnungswirtschaft. Die städtischen Akteure haben mit der Erarbeitung und Umsetzung integrierterKonzepte vielfach Neuland betreten. Im Zuge der teils langjährigen Umsetzung kam mehr Routine und Erfahrung zum Tragen, die sich sowohl auf die Inhalte als auch auf die Verfahren der Projektentwicklung und -umsetzung sowie auf die Einrichtung von Strukturen auf Stadtteil-und Verwaltungsebene bezieht.Mit dem Forschungsprojekt sollen wichtige Grundlagen zur Evaluierung des Städtebauförderungsprogramms „Soziale Stadt – Investitionen im Quartier“ gelegt werden. Das Forschungskonzept basiert im Wesentlichen auf der Durchführung von 17 Fallstudien im gesamten Bundesgebiet sowie einer Online-Befragung der Quartiersmanager und den kommunal Verantwortlichen. Die Erkenntnisse aus der Empirie werden zum Ende der Projektlaufzeit auf einem Werkstattgespräch vorgestellt und diskutiert.

Laufzeit: November 2013 - Juni 2015

Ansprechpartner: Michael Heinze


 

Nutzungsmischung und soziale Vielfalt im Stadtquartier – Bestandsaufnahme, Beispiele, Steuerungsbedarf

Anliegen der vom Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen beauftragten Forschungsstudie war es, aus der aktuellen Quartiers-Debatte Hinweise und Anhaltspunkte zu erhalten, welche planerischen, städtebaulichen, rechtlichen und sonstigen Handlungsmöglichkeiten es für ein deutliches Mehr an Nutzungs- und sozialer Mischung aktuell gibt, welche Quartiere einer Nutzungsanreicherung bedürfen bzw. sich besonders eignen, welche Instrumente bereits erprobt wurden und in welchen Handlungsfeldern es Handlungsbedarf für die kommunale Ebene, aber auch für die Landesebene gibt. Die Ergebnisse beruhen auf umfangreichen Materialrecherchen, einer schriftlichen Befragung nordrhein-westfälischer Kommunen, der Untersuchung von zehn Fallstudien und einem Expertenworkshop.

Das Projekt wurde in Kooperation mit dem Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) durchgeführt. Das Fachgebiet "Ökonomie des Planens und Bauens" war für die Durchführung der Fallstudienuntersuchungen zuständig. Der Endbericht steht hier zum Download bereit.

 

Laufzeit: August 2014 – November 2015

Ansprechpartner: Dr. Roland Busch, Michael Heinze


 

Klushuizen:

„Machbarkeitsstudie Bastelhäuser in Gelsenkirchen“

In Rotterdam (und später auch in anderen niederländischen Städten) wurde in den letzten Jahren mit einem neuen Ansatz zur Aufwertung von problematischen Nachbarschaften und desolaten Gebäudebeständen bzw. Problemimmobilien in mehreren  problembehafteten „Brennpunkt“-Quartieren experimentiert. Problemimmobilien, bei denen sich eine privatwirtschaftliche Sanierung aufgrund der lagebedingt schlechten Ertragsmöglichkeiten nicht lohnt, werden von der Stadt – kofinanziert durch staatliche Fördermittel - aufgekauft und zu einem niedrigen symbolischen Preis an private Interessenten verkauft. Im Kaufvertrag für die sogenannten Klushuizen (auf Deutsch „Bastelhäuser“) verpflichtet sich der Käufer, das Haus über einen Zeitraum von mindestens 3-5 Jahren selbst zu nutzen und nicht zu vermieten oder zu verkaufen. Im Kaufvertrag festgelegt wird zudem eine Renovierungspflicht, bei deren Nichteinhaltung Strafzahlungen fällig werden.  

Im Rahmen des Forschungsprojektes soll am Beispiel eines Standortes in Gelsenkirchen untersucht werden, inwieweit der Klushuizen-Ansatz auch in Deutschland realisiert bzw. als neues Instrument im Umgang mit Problemimmobilien genutzt werden kann.

Laufzeit: Dezember 2013 - Juli 2014

Ansprechpartner: Dr. Roland Busch


 

"Wohnungsmarktstudie Wuppertal"

Trotz einer seit 2011 relativ stabilen Einwohnerzahl ist Wuppertal mit einem Rückgang der Bevölkerung um ca. 40.000 Personen in den letzten zehn Jahreneindeutig zu den schrumpfenden Städten zu zählen. Die Abwanderung von Einwohnern bleibt nicht ohne Auswirkungen auf den Wohnungsmarkt. Sie sorgt für eine insgesamt niedrige Nachfrage nach Wohnraum, was ein niedriges Mietniveau und hohe Leerstandszahlen nach sich zieht. Die problematische Situation des Wohnungsmarktes ist jedoch nicht in allen Quartieren der Stadt in gleichem Maße festzustellen. Wie in allen Städten gibt es auch in Wuppertal große Unterschiede zwischen den  Wohnungsmarktkennzahlen in den Quartieren. 

Die Entwicklung und der Zustand des Wuppertaler Wohnungsmarktes sollen im Rahmen der Studie im Detail untersucht werden. Neben einer allgemeinen Betrachtung des Wuppertaler Wohnungsmarktes gilt es vor allem, die Besonderheiten und unterschiedlichen Strukturen der Wuppertaler Stadtquartiere herauszustellen. Dabei wird sowohl die Angebots- als auch die Nachfrageseite ausführlich beleuchtet. Ziel ist es, auf Basis der Untersuchungen Entwicklungsszenarien auf kleinräumiger Ebene zu erarbeiten und daraus Handlungsempfehlungen für die Wuppertaler Wohnungsmarktakteure abzuleiten.

Laufzeit: Januar 2014 - Juli 2014 

Ansprechpartner: Dr. Roland Busch


 

Forschungsprojekt im Auftrag des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR):

"Regionale Reichweite der ökonomischen Effekte der Städtebauförderung“ (ExWoSt)

Bisher existieren nur sehr begrenzt Aussagen, häufig nur Schätzungen auf Basis von Einzelfällen, zu den räumlichen Wirkungswegen der Städtebauförderung bzw. den stadtwirtschaftlichen und regionalen Effekten der Fördermittel. Im Rahmen eines vorangegangenen Forschungsprojektes am Lehrstuhl Ökonomie des Planens und Bauens deutete sich in Einzelfällen bereits an, dass die durch die Städtebauförderung angestoßenen Maßnahmen und Projekte eine relevante Bedeutung für die lokale und regionale Ökonomie entfalten können. Einzelfälle geben Anlass zu der Annahme, dass ein erheblicher Anteil der öffentlichen Mittel und der angestoßenen privaten Investitionen ihre Wirkung im kommunalen bzw. regionalen Umfeld entfalten.

Mittels einer breiten empirischen Analyse soll diese Annahme innerhalb des o.g. Forschungsprojektes anhand von Fallstudien untersucht werden. Wie hoch die Reichweite der ökonomischen Effekte der Städtebauförderung in einer räumlichen Staffelung genau ist, ist bislang nicht dezidiert untersucht worden. Vertiefende und umfassende Kenntnisse über die räumliche Verteilung der ökonomischen Wirkungen sind insofern von Belang für die Städtebauförderung, da hierdurch Rückschlüsse auf die "Wirkungswege" der Fördermittel erlangt werden können. Im Rahmen des Forschungsprojektes werden neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu diesen Wirkungswegen gewonnen.

Die zu bearbeitenden Forschungsfragen sind unter anderem:

Wo und in welchem Umfang finden das Wachstum und die Beschäftigung, die im Zusammenhang mit der Städtebauförderung entstehen, letztlich statt?

Welche direkten Effekte hat die Städtebauförderung auf die städtische und regionale Wirtschaft?

Welche indirekten und induzierten Effekte der Förderung können für die städtische und regionale Wirtschaft geschätzt werden?

Welche Unternehmen bzw. Wirtschaftszweige profitieren vornehmlich von der Städtebauförderung?

In welchem Umfang profitieren lokale Unternehmen der geförderten Städte und Gemeinden von der Förderung oder sind die Effekte eher überregionaler zu verzeichnen?

Wie hoch ist der Anteil der Städtebaufördermittel, die im Rahmen der Umsetzung von Maßnahmen, an Private weitergereicht werden?

Im Rahmen des Forschungsprojektes werden einerseits ergänzende Fallstudien zu den Anstoß- und Bündelungseffekten der Städtebauförderung erhoben, andererseits wird ein innovativer Ansatz verfolgt, um anhand von Fallstudien die regionale Reichweite der Fördermittel sowie die Weitergabe von Fördermitteln an Private zu ermitteln.

Laufzeit: November 2012 - Juni 2015

Ansprechpartner: Roland Busch, Michael Heinze, Anja Müller


 

Forschungsprojekt im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU):

''100% Wärme aus erneuerbaren Energien? Auf dem Weg zum Niedrigstenergiehaus im Gebäudebestand"

In Kooperation mit ifeu - Institut für Energie- und Umweltforschung, Heidelberg

Deutsche Energieagentur

Ecofys Germany GmbH

Bergische Universität Wuppertal, Fachgebiet Bauphysik und Technische Gebäudeausrüstung, Fachbereich Architektur

Stefan Klinski

Schröder Stichs Volkmann, Architekturbüro

Die Bundesregierung hat in seinem Energiekonzept das Ziel formuliert, den Wärmebedarf von Gebäuden drastisch zu senken und den verbleibenden Energiebedarf überwiegend durch erneuerbare Energien zu decken. Auf diese Weise soll in Deutschland bis 2050 ein nahezu klimaneutraler Gebäudebestand erreicht werden. Zudem wird die Verdopplung der Sanierungsrate anvisiert. Für Neubauten stehen zur Umsetzung dieses Ziels mit der bisherigen und geplanten zukünftigen kontinuierlichen Weiterentwicklung und Verschärfung der EnEV sowie mit dem EEWärmeG für einen zunehmenden Einsatz erneuerbarer Energien zur Wärmebereitstellung in Gebäuden bereits zwei wichtige Instrumente zur Verfügung.

Folgende Frage steht im Mittelpunkt des Forschungsvorhabens: "Können wir - und wenn ja, mit welchen Mitteln - innerhalb der nächsten 40 Jahre einen Niedrigstenergiestandard im gesamten Gebäudebestand erreichen? Mit welchen erneuerbaren Energieträgern können wir den Restbedarf ökonomisch und ökologisch optimal decken?"

Im Ergebnis will das Forschungsprojekt einen Beitrag dazu leisten, Etappenziele des Energiekonzepts und den Weg der Zielerreichung zu konkretisieren. In diesem inter- und transdisziplinären Projektkonsortium sind durch die Integration architektonischer, juristischer, wirtschaftlicher und städtebaulicher Kompetenz die verschiedenen Diskussionsstränge der öffentlichen Auseinandersetzung abgebildet.

Das Fachgebiet Ökonomie des Planens und Bauens widmet sich innerhalb des Forschungsprojektes immobilienökonomischen Fragen sowie möglichen förderpolitischen Anreizen die der Zielerreichung des Energiekonzeptes dienen.

Laufzeit: Februar 2012 - März 2014

Ansprechpartner: Michael Heinze


 

Eigenforschung:

"Raumunternehmen — Nutzergetragene Stadt- und Projektentwicklung"

In Kooperation mit dem Lehrstuhl für Landschaftsarchitektur, Prof. Klaus Overmeyer, Fachbereich D Architektur, BU Wuppertal

Als Raumunternehmen sind Initiativen und Projekte zu verstehen, die als Do-it-yourself-Projektentwickler eine innovative Form der Stadtgestaltung „von unten“ betreiben und über die bislang noch wenig bekannt ist. Sie sind häufig keine Fachleute der Stadtentwicklung und der Immobilienwirtschaft. Zur Verwirklichung ihrer Projekte und Nutzungsideen in städtischen Räumen erobern bzw. entwickeln sie sukzessive Immobilien und Freiflächen. Dabei steht nicht die Renditeerwartung, sondern die Realisierung ihrer Visionen, ihrer Vorstellungen von lebens- werter Stadt und Gemeinschaft im Vordergrund. Mit den Projekten schaffen sie dabei häufig auch einen ideellen Mehrwert für Stadt und Quartier.
Raumunternehmen sind neue Akteure der Stadtentwicklung und des zivilen Engagements. Sie stehen für eine zukunftsfähige Nachhaltigkeit, denn sie beleben und nutzen brachliegende Ressourcen (freie Räume, Immobilien oder Brachflächen ebenso wie Ressourcen ehrenamtlicher Arbeitskraft und Engagements). Sie schaffen passgenaue und flexible Lösungen für Flächen und Immobilien, die aus den herkömmlichen Verwertungszyklen gefallen sind. Damit eröffnen sie Plattformen für Teilhabe und Mitbestimmung. So kann der Stadtbewohner zum Ko-Produzenten (wie auch Ko-Investor) seiner Stadt werden. Durch Ko-Produktion und Ko-Investition entstehen neue Werte und Möglichkeiten der Partizipation und der aktiven Mitgestaltung auf dem Weg zu einer zukunfts- fähigen, nachhaltigen Stadt.

Hintergrund des Forschungsvorhabens

Derzeit widmen sich die Lehrstühle Landschaftsarchitektur (Prof. Klaus Overmeyer) und Ökonomie des Planens und Bauens (Prof. Dr. Guido Spars) der Bergischen Universität Wuppertal einem neuen Forschungsthema: den Raumunternehmen. Seit Herbst 2012 wird in einer Voruntersuchung anhand der folgenden sechs Fallstudien untersucht, welches Potenzial diese Form der nutzergetragenen Projekt- und Stadtentwicklung hat:

- ExRotaprint in Berlin-Wedding – nutzergetragene Umnutzung einer ehemaligen Druckmaschinenfabrik
- Gängeviertel in Hamburg – protestinitiierte Entwicklung einer historischen innerstädtischen Enklave
- Landlmühle in Stephanskirchen bei Rosenheim – Entwicklung einer Mühle
- Saline 34 in Erfurt – Projektentwicklung durch Jugendliche
- Schieblock in Rotterdam – Transformation eines Büroquartiers
- Schloss Tempelhof in Kreßberg – gemeinschaftliche Dorfentwicklung

Im Fokus des Forschungsvorhabens stehen neben den Fallstudien unter anderem die folgenden Querschnittthemen:

Quartiers- und Stadtentwicklung
Raumunternehmen folgen dem Prinzip einer organischen Stadtentwicklung, welche von bestehenden Raum- und Nutzungsstrukturen ausgeht und sie zum Motor künftiger Entwicklungen macht. Wie wirken Raumunternehmen über die Projektgrenzen hinaus auf ihr Umfeld und das Quartier? Welche Bedeutung haben sie für die Quartiers- und Stadtentwicklung?

Do-it-yourself-Projektentwicklung
Raumunternehmen werden meist dort aktiv, wo klassische Vermarktungsanstrengungen nicht wirken. Wie laufen Prozesse der Projektentwicklung durch Raumunternehmen ab, wie grenzen sich diese von klassischen, immobilienwirtschaftlichen Projektentwicklungen ab? Was lässt sich voneinander lernen?

Organisationsformen
Selbstorganisation und sukzessive Prozessgestaltung sind wesentliche Bestandteile der Entwicklung von Raumunternehmen. Dabei wird das Verhältnis von Offenheit und Festlegung, Kontrolle und Freiheit kontinuierlich ausgehandelt. Welche Organisationsformen wenden Raumunternehmen an und wie sehen Steuerungsstrukturen aus? Wie gestaltet sich das Verhältnis zwischen Organisationsformen der Raumunternehmen und denen externer Akteure?

Laufzeit: seit 2012

Ansprechpartner: Anja Müller


 

Forschung im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung:

''Urban Agriculture (UA) as an Integrative Factor of Climate-Optimised Urban Development, Casablanca”

Zusammen mit:

Technischen Universität Berlin, Institut für Landschaftsarchitektur und Umweltplanung, Fachgebiet Landschaftsarchitektur und Freiraumplanung (Prof. Undine Giseke) und anderen Projektpartnern

Das Ziel des Forschungsprojektes ist es, eine klimagerechte Stadtentwicklung in Casablanca durch urbane Landwirtschaft zu stimulieren und im Rahmen von Pilotprojekten zu initiieren. Die Urbane Landwirtschaft bietet die Möglichkeit, Freiraum- und Erholungsqualitäten mit der (Selbst-)Versorgung der Bevölkerung energieeffizient zu vereinbaren. Das Forschungsprojekt wird gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Förderschwerpunktes „Forschung für die nachhaltige Entwicklung der Megastädte von morgen“.

Unter der Leitung der Technischen Universität Berlin, Institut für Landschaftsarchitektur und Umweltplanung, Fachgebiet Landschaftsarchitektur und Freiraumplanung (Prof. Undine Giseke) sind in das inter-und transdisziplinäre Team 13 marokkanische und sieben deutsche Partner eingebunden.

Das Fachgebiet Ökonomie des Planens und Bauens trägt zu dem Projekt die stadtentwicklungs- und immobilienwirtschaftliche Kompetenz bei und befasst sich u.a. mit Fragen der Siedlungsentwicklung, dem Wohnungsmarkt sowie der Planung energieeffizienter und klimagerechter Stadtquartiere.

Weitere Informationen zu dem Projekt und den Partnern erhalten sie unter: www.megacity-casablanca.tu-berlin.de

Laufzeit: November 2008 – März 2013

Ansprechpartner: Michael Heinze


 

Forschungsprojekt im Auftrag des Umweltbundesamtes im Rahmen des Nationalen Radverkehrsplans: Entwicklung von Betriebskonzepten für die Reaktivierung innerstädtischer Infrastruktur für den Radverkehr am Beispiel der Nordbahntrasse Wuppertal

Zusammen mit:
Bergische Universität Wuppertal, Lehrstuhl Umweltverträgliche Infrastrukturplanung, Stadtbauwesen (Prof. Felix Huber)
Bergische Universität Wuppertal, Lehrstuhl Baubetrieb und Bauwirtschaft (Prof. Helmus)

Die Reaktivierung aufgegebener Infrastruktur für neue, alternative Nutzungen (hier: zu einem Fuß- und Radweg) stellt eine Chance dar, mit vorhandenen Potentialen, alternativen Organisations- und Betreibermodelle und richtig eingesetztem privatem Engagement, dringend benötigte Mehrwerte zu schaffen.
Die Infrastrukturmaßnahme Nordbahntrasse Wuppertal bietet die Möglichkeit in einer vom demografischen Wandel besonders betroffenen Kommune an einem Pilotprojekt zu untersuchen, ob es in Anbetracht eines finanzschwachen Haushalts und somit kaum vorhandener finanzieller Handlungsspielräume der Kommune alternative Organisationsmodelle für stadtentwicklungspolitisch bedeutsame Projekte geben kann. Der dort gegründete Verein Wuppertalbewegung setzt sich stark für die Umnutzung der ehemaligen Nordbahntrasse zu einem Radweg ein. Neben dem Bau, stellt der langfristige Betrieb eine finanzielle Herausforderung für die Stadt Wuppertal dar.
Der Betrieb einer solchen Strecke ist mit erheblichen Kosten verbunden, insbesondere der Erhalt der Ingenieurbauwerke (Brücken, Tunnel). Da hier ein Projekt mit hohem bürgerschaftlichen Engagement vorliegt, an dem viele private Akteure und Firmen auch mit persönlichen Kapitaleinsatz teilhaben und in das öffentliche Fördergelder einfließen, ist zu untersuchen, ob ein nachhaltiges Organisationsmodell für solche Rahmenbedingungen existiert bzw. entwickelt werden kann. Die Ergebnisse des Projektes leisten nicht nur einen Beitrag zu der Problematik in Wuppertal, darüber hinaus sollen die Projektergebnisse durch das zu entwickelnde Modell einen übertragbaren Nutzen auf kommunaler Ebene haben. Das Forschungsprojekt wirkt somit auf der regionalen Ebene durch die geplante Umsetzung und gleichzeitig auch durch die überregionale Wirkung des geplanten Leitfadens mit Handlungsempfehlungen zum Betrieb von Bahntrassenradwegen für Kommunen.
Das Forschungsprojekt BeInfra wird vom Umweltbundesamt unterstützt und findet im Rahmen des Nationalen Radverkehrsplanes statt. Geleitet wird es von Prof. Felix Huber, Leiter des Lehrstuhls ‚Umweltverträgliche Infrastrukturplanung, Stadtbauwesen‘, und unter Beteiligung der Lehrstühle ‚Baubetrieb und Bauwirtschaft‘ (Prof. Helmus) sowie ‚Ökonomie des Planens und Bauens‘ (Prof. Spars) durchgeführt.

Methodik
 Das methodische Vorgehen erfolgt zweistufig. Zum einen soll eine Aufarbeitung der technischen, rechtlichen, wirtschaftlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen der Umsetzung des Projektes der Nordbahntrasse sowie eine Risikoanalyse bezüglich Kosten, Technik und Betrieb erfolgen. In einem zweiten Schritt sollen anhand von fünf Fallbeispielen verschiedene bestehende Betriebsvarianten/ Organisationsmodelle untersucht werden.
Das Hauptaugenmerk liegt hierbei auf bestehenden Organisationsmodellen, die neben einer öffentlichen Trägerschaft, auch private Träger mit einbeziehen. So sind z.B. Modelle denkbar, die sich an Public-Private-Partnership anlehnen, die eine Genossenschaft, Stiftung oder Sponsoren oder einen Verein miteinbeziehen.
Aufbauend auf den gewonnenen Erkenntnissen und den gemachten Erfahrungen, sollen Kriterien für die Machbarkeit von verschiedenen Organisationsmodellen abgeleitet werden. Auf deren Basis erfolgt eine Detailprüfung der Machbarkeit von angedachten Varianten. Ergänzt wird dies um theoretische Überlegungen zu noch nicht praktizierten Organisationsmodellen. Die Chancen und Risiken von bestehenden und neugenerierten Organisationsmodellvarianten sollen bei einem Expertenworkshop dieses Jahr diskutiert werden.
Zum Ende des Forschungsprojektes ist zudem eine Abschlussveranstaltung vorgesehen, um die Ergebnisse vorzustellen und an Interessierte weiterzugeben. Im abschließenden Bericht und Handlungsleitfaden werden die Ergebnisse der Forschungsarbeit zusammengeführt.

Laufzeit: November 2010 – März 2012
Ansprechpartner: Anja Müller, Roland Busch


 

Forschung im Auftrag der Enquetekommission "Wohnungswirtschaftlicher Wandel und neue Finanzinvestoren auf den Wohnungsmärkten in NRW":

''Wohnsituation in Quartieren mit Beständen sog. 'Neuer Finanzinvestoren' im Themenfeld 'Wohnungswirtschaftlicher Wandel und neue Finanzinvestoren'"

In Kooperation mit StadtRaumKonzept, Dortmund

Seit den massiven Transaktionen von Wohnungsportfolios zwischen 2004 und 2008 ist die Beobachtung des Verkaufsgeschehen und die Auseinandersetzung mit den Folgen dieser Wohnungsverkäufe ein bedeutendes Feld für Wohnungspolitik, Verwaltung und Wissenschaft. Insbesondere die Portfolioverkäufe an europäische und angelsächsische Finanzinvestoren führten in der Vergangenheit zu spürbaren Konsequenzen für die Mieter, deren Wohnquartiere und die Kommunen.

Die Bergische Universität Wuppertal untersucht in Kooperation mit StadtRaumKonzept im Rahmen eines Forschungsgutachten anhand von sechs ausgewählten Fallbeispielen (Bielefeld, Münster, Dortmund, Marl, Neuss, Köln) die Entwicklung von Wohnungsbeständen nach Verkauf an Finanzinvestoren und leitet daraus Handlungsempfehlungen für die Kommunen und die Enquetekommission ab.

Laufzeit: Oktober 2011 - April 2012

Ansprechpartner: Michael Heinze, Anja Müller


Forschung im Auftrag des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR): Wachstums- und Beschäftigungswirkungen des Investitionspaktes im Vergleich zur Städtebauförderung

 

Zusammen mit:
DIW econ, Berlin

 

Das Ziel dieses Forschungsprojektes war es, die ökonomischen Wirkungen der Städtebauförderung des Bundes und der Länder sowie des Investitionspaktes zur energetischen Sanierung von Schulen, Kindergärten, Sportstätten und sonstiger sozialer Infrastruktur in den Kommunen zu ermitteln. Im Fokus standen dabei die ökonomischen Effekte, die in der unmittelbaren Umsetzungsphase städtebaulicher Maßnahmen und des Investitionspaktes entstehen.

Um Aussagen zu diesen Effekten tätigen zu können, wurden im Rahmen dieses Projektes 50 Fallstudien von Maßnahmen der Städtebauförderung und 25 Maßnahmen des Investitionspaktes untersucht. Erstmalig wurden in diesem Projekt die Bündelungs- und Anstoßeffekte differenziert nach sechs Programmen der Städtebauförderung abgeschätzt. Zur Berechnung der Wachstums- und Beschäftigungswirkungen werden sowohl die Input-Output-Verflechtungen innerhalb der Volkswirtschaft als auch die relevanten Multiplikatoren berücksichtigt.

Zentrale Erkenntnis des Forschungsprojektes ist, dass die Städtebauförderung beachtliche volkswirtschaft­liche Effekte, die über das originäre Ziel der integrierten baulichen, ökonomischen und sozialen Erneuerung hinausgehen, erzielt.

Laufzeit: 2009 - 2011
Ansprechpartner: Anja Müller, Michael Heinze, Roland Busch


 

Forschungsprojekt im Auftrag der WestLB-Stiftung 
Dezentrale Stromerzeugung im Kleinleistungsbereich als Beitrag zur Emissionsminderung im Gebäudebestand - Potenzialanalyse und beispielhafte Umsetzung für Hauseigentümer in NRW

Zusammen mit:
Bergische Universität Wuppertal, Fachgebiet Bauphysik und technische Gebäudeausrüstung (btga) 
Fraunhofer ISE, Freiburg, Gruppe Betriebsführung und Systemregelung
Stadtwerke Wuppertal WSW (Schwerpunkt Umsetzung)

Gegenstand des Vorhabens ist die theoretische und praktische Untersuchung der ökologischen und ökonomischen Potentiale von innovativen Kleinanlagen (<10 kWel) zur dezentralen Stromerzeugung in Wohngebäuden. Basis ist die kombinierte Strom- und Wärmeerzeugung durch die so genannte Kraft-Wärme-Kopplung (KWK), die bei geeigneter Auslegung den gesamten Wärmebedarf des Gebäudes decken kann. Eine Vielzahl solcher Kleinanlagen kann informationstechnisch zu einem „virtuellen Kraftwerk“ kombiniert werden. Sie ersetzen ein klassisches Kraftwerk allerdings nur, wenn die Stromerzeugung auch steuerbar ist und genügend Leistungsreserven verfügbar sind. Das Konzept setzt voraus, dass die bei der Stromerzeugung anfallende Wärme auch vollständig für die Raumheizung und Wassererwärmung genutzt werden kann. 
An die vorrangig beantragte Studienphase schließt unmittelbar eine Umsetzungsphase an. Diese beinhaltet die beispielhafte Realisierung der Anlagen sowie die regelungstechnische Integration in den Kraftwerkspark der Stadtwerke Wuppertal.

Laufzeit: 2008 - 2011
Ansprechpartner: Holger Mrosek


 

Forschung im Auftrag des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR):
Kommunale Haushaltsnotlagen – Bestandsaufnahme und Möglichkeiten der Reaktion im Rahmen der Städtebauförderung des Bundes und der Länder


Die Finanzlage der Kommunen hat sich in den vergangenen Jahren sukzessive und vor allen Dingen strukturell verschlechtert. Der kommunale Eigenanteil erweist sich für Kommunen in Haushaltsnotlagen als Hindernis bei der Finanzierung von Programmen der Städtebauförderung. Diese Entwicklung kann nicht im Sinne der Städtebauförderungspolitik sein, weshalb es gilt, Lösungen zu finden wie auch Kommunen unter Haushaltsaufsicht bzw. mit großer Finanzknappheit Investitionen in eine nachhaltige Stadtentwicklung tätigen können.
Inwieweit bereits an manchen Orten praktizierte Beispiele eines stärkeren Entgegenkommens der Bundesländer bei der Forderung nach niedrigeren kommunalen Eigenanteilen ebenso ein guter Ansatz sind wie die gegenseitige Deckungsfähigkeit von Mitteln aus anderen Förderquellen und neuer, alternativer Instrumente, wird in diesem Forschungsprojekt diskutiert.

Projektlaufzeit: Juli 2010 bis November 2010
Ansprechpartner: Patricia Jacob, Anja Müller


 

Evaluation  im Auftrag des Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr
''Laufende Bewertung (Teil 1) des Operationellen Programms des Freistaates Sachsen für den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in der Förderperiode 2007 bis 2013” 
In Kooperation mit der PricewaterhouseCoopers AG, Infrastruktur & Umwelt, LUB Consulting GmbH 


Mit dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) verfolgt die Europäische Union das Ziel der Konvergenz der europäischen Regionen. Damit soll der Aufholprozess der Regionen mit den wirtschaftlich größten Entwicklungsrückständen innerhalb der EU unterstützt werden. Der Freistaat Sachsen fördert mit diesen Mitteln u.a. Vorhaben zur Forschung und Technologieentwicklung, einzelbetriebliche Maßnahmen, kommunale Infrastrukturen, den Straßen- und Brückenbau und Maßnahmen zum Hochwasserschutz. 
Ziel der Evaluation ist es, die Wirksamkeit des Einsatzes öffentlicher Mittel zu prüfen. Das Fachgebiet bearbeitet schwerpunktmäßig die Effekte für die städtische Entwicklung und betrachtet die Förderbereiche „Nachhaltige Stadtentwicklung und „Revitalisierung von Industriebrachen und Konversionsflächen“ anhand von Fallstudien. Im Mittelpunkt stehen dabei z.B. Fragen der Wirkungen auf die Orts- und Stadtbilder, die Stärkung von Wachstumspolen, die Beseitigung städtebaulicher Problemzonen sowie die Wahrung des Kulturerbes. 

Laufzeit: Juni 2009 – Juli 2010
Ansprechpartner: Michael Heinze, Patricia Jacob


 

Forschung im Auftrag der LEG NRW : 
''Gewerbeparkkonzeption für Bonn”

Zentrales Element der Untersuchung ist der Büro- und Gewerbepark Bonn-Beuel. Neben einer allgemeinen Mikro- und Makro-Standortanalyse bzw. Shift-Share-Analyse soll eine intensive Beschäftigung mit dem Thema des Standortwahlverhaltens in der Region stattfinden. Es soll untersucht werden, für welche Branchen ein Standort wie der Büro- und Gewerbepark Bonn-Beuel mit seinen spezifischen Stärken und Schwächen interessant in Hinsicht auf eine Ansiedlung ist. Hierfür werden innovative Methoden eingesetzt, die die Analyse von Unternehmens- und Gewerbedatenbanken mit einer differenzierten Betrachtung von städtischen Raumtypen (mit Hilfe von GIS) verknüpfen. Außerdem findet eine Auseinandersetzung mit innovativen Methoden der Vermarktung statt.

Laufzeit: Mai 2009 – Februar 2010
Ansprechpartner: Roland Busch


 

Forschung im Auftrag der Wohnungsbau Stadt Moers GmbH:
'' Stadtrendite der Wohnungsbau Stadt Moers GmbH ”

Gegenstand des Gutachtens ist die Stadtrendite, die die Wohnungsbau Stadt Moers GmbH und ihr Tochterunternehmen Stadtbau Moers für die Kommune erbringen. Im Mittelpunkt der Analyse stehen dabei sowohl die wohnungswirtschaftlichen und sozialen Aktivitäten als auch die immobilienwirtschaftlichen Projekte der beiden Unternehmen.
Das Gutachten setzt auf die theoretischen und methodischen Grundlagen auf, die das Fachgebiet im Rahmen der Expertise „Stadtrendite durch kommunale Wohnungsunternehmen“ im Auftrag des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung gelegt hat.


Laufzeit: Oktober 2009 – Februar 2010
Ansprechpartner: Michael Heinze, Patricia Jacob


 

Forschung im Auftrag der Investitionsbank Berlin (IBB) und der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung:  Berliner Wohnungsmarkt – ein Standortvorteil

Zusammen mit: Quaestio Forschung und Beratung 

Der Wohnungsmarkt in Berlin ist deutlich entspannter als in anderen Großstädten, wie München oder Frankfurt und zeichnet sich durch vergleichsweise niedrige qm-Mieten aus. 
Die Fragestellung der Studie ist, in wie fern diese geringeren Wohnkosten als weicher Standortfaktor genutzt werden können. Mobile Fachkräfte entscheiden sich bei gleichermaßen attraktiven Jobangeboten für die Stadt mit der höchsten Lebensqualität. Dabei spielt auch die Wohnsituation eine Rolle. Auf der anderen Seite müssen Unternehmen in Städten mit vergleichsweise höheren Lebenshaltungs- und Wohnkosten höhere Löhne zahlen, um ihren Mitarbeitern den gleichen Lebensstandard zu ermöglichen. 

Die Wohnungsmärkte der Städte Hamburg, Köln, München, Frankfurt, Kopenhagen, Amsterdam und Wien werden mit Berlin verglichen. Dabei werden die Mietpreise analysiert und qualitativ für Referenzhaushalte dargestellt, welches Wohnungsangebot sie sich in der jeweiligen Stadt leisten können. 

Laufzeit: Juli 2009 – September 2009
Ansprechpartner: Patricia Jacob 


 

Forschung im Auftrag der Duisburger Wirtschaftsförderung (GFW)
Büroflächenstudie Duisburg

Duisburg ist - vor allem durch die Entwicklung des Innenhafens - auf dem besten Weg, sich zu einem attraktiven Standort für büroflächennachfragende Unternehmen zu entwickeln. Die Stadt zieht zunehmend die Aufmerksamkeit der Immobilien-Projektentwickler bzw. Büroinvestoren auf sich. Durch diese Entwicklung steigen die Anforderungen an die Transparenz des Immobilienmarktes. Für einen Standortvergleich sind vor allem zuverlässige Angaben zum Büroflächenvolumen und zur räumlichen Struktur des Objektbestandes von Interesse – diese Informationen liegen in Duisburg nur unzureichend vor.

Ziel der Studie ist es deshalb, den derzeitigen Bestand an Büroflächen im Duisburger Stadtgebiet komplett aufzunehmen und quantitativ sowie qualitativ zu bewerten. Methodisch soll das bereits bei der Wuppertaler Erhebung erprobte Vorgehen weiter optimiert und um zusätzliche Datenauswertungen ergänzt werden.

Laufzeit: Mai 2009 – Oktober 2009
Ansprechpartner: Roland Busch


 

Forschungsprojekt des BBR: Allgemeine Ressortforschung 
Langzeitwirkung und Effektivierung der Städtebauförderung

Zusammen mit: 
Universität Kassel, Lehrstuhl Stadterneuerung/Stadtumbau 
Plan und Praxis - Ingenieurbüro für Stadt- und Regionalplanung

Die Städtebauförderung in Deutschland gilt als Erfolgsmodell. Das haben unterschiedliche Untersuchungen immer wieder eindrucksvoll gezeigt. Obgleich die Städtebauförderung und die mit städtebaulichen Sanierungsgebieten einhergehende steuerliche Förderungen wirksame Instrumente zur Stimulierung privater Investitionstätigkeit sein können, werden erhebliche Unterschiede zwischen den verschiedenen Phasen der Städtebauförderung und vor allem den subsumierten Programmen festgestellt. Nicht nur die „Anstoßeffekte“ öffentlicher Förderung weichen stark voneinander ab, sondern auch die darüber hinausgehenden sozialen und ökologischen Effekte unterscheiden sich deutlich.Ziel des Forschungsprojektes ist es daher, die langfristigen Effekte der Städtebauförderung und insbesondere der Sanierungsmaßnahmen als bedeutendes Unterprogramm der Städtebauförderung zu analysieren. Darauf aufbauend sollen Handlungsempfehlungen gegeben werden, die auf die Effektivierung der Städtebauförderung und insbesondere auf die Abstimmung von Bund, Ländern und Kommunen, das Monitoring und Controlling der Maßnahmen sowie das Finanzmanagement abzielen.

Laufzeit: 2008 - 2009
Ansprechpartner: Michael Heinze, Roland Busch


 

Forschung im Auftrag der Wuppertaler Quartierentwicklungsgesellschaft(WQG)
Moderiertes Werkstattverfahren – Wohnungsbezogene Immobilien- und Standortgemeinschaften in den Wuppertaler Stadtumbaugebieten

Zusammen mit:
d-ialogo - partner für innovative qualifizierung + unternehmensentwicklung e.K., Wuppertal

Die aktuellen Herausforderungen des Stadtumbaus setzen den etablierten Förderinstrumenten des Stadtumbaus zunehmend Grenzen. Für Wuppertal als Stadt mit eindeutigen Schrumpfungstendenzen und angespannter Haushaltslage gilt dies in besonderem Maße. Gerade beim Umgang mit nicht bzw. untergenutzten Gebäuden oder Flächen in Gebieten mit negativer Entwicklungsdynamik kann ein erfolgreicher Stadtumbau nur in enger Zusammenarbeit mit den Immobilien- und Grundstückseigentümern bzw. durch eine Zusammenarbeit der Eigentümer untereinander gelingen. 
Die Durchführung eines moderierten Werkstattverfahrens zum Thema wohnungsbezogene Immobilien- und Standortgemeinschaften in den Wuppertaler Stadtumbaugebieten hat das Ziel, neue Ansätze und Wege im Bereich der Einbindung privater Akteure in Stadtumbauprozesse zu finden, zu untersuchen und schließlich auch zu etablieren. Der Lehrstuhl ist als Projektpartner vor allem für die inhaltliche Vorbereitung des Verfahrens und die wissenschaftliche Auswertung der Ergebnisse zuständig.

Laufzeit: Juli 2008 – Juni 2009
Ansprechpartner: Roland Busch


 

Forschung im Auftrag der Wuppertaler Wirtschaftsförderung
Büroflächenstudie Wuppertal

Zusammen mit: 
Wirtschaftsförderung Wuppertal 
Maklernetzwerk Wuppertal
Stadtsparkasse Wuppertal

Der Bürostandort Wuppertal zeichnet sich durch eine mangelnde Transparenz aus. Es fehlt an verlässlichen Daten, die eine schnelle und tragfähige Beurteilung der Chancen und Risiken einer Immobilieninvestition ermöglichen. Deshalb soll im Rahmen der  Büroflächenstudie der derzeitigen Bestand an Büroflächen im Wuppertaler Stadtgebiet komplett aufgenommen, räumliche Büromarktschwerpunkte identifiziert, die Leerstandsquote berechnet  und ein Verfahren zur jährlichen Aktualisierung des Datenbestandes entwickelt werden. 
Kern der Studie ist die Entwicklung eines effektiven Verfahrens für die Kompletterhebung. Ziel ist es, mit Hilfe des ausgearbeiteten Methodenmixes, dem Ausnutzen der technischen Möglichkeiten zur Datenanalyse und einer umfangreichen Einbeziehung des Wissens der Akteure vor Ort ein möglichst gutes Verhältnis zwischen Aufwand und Ergebnisqualität zu erreichen.

Laufzeit: Juli 2008 – Ende 2008
Ansprechpartner: Roland Busch


 

Studie in Zusammenarbeit mit der Stadt Wuppertal
Anforderungen an themenbezogene Gewerbepark-Projekte: Aktuelle Entwicklungen, Standortanforderungen, Marktpotenziale

Zusammen mit: 
Wirtschaftsförderung Wuppertal 
Stadt Wuppertal, Abteilung für Stadtentwicklung

Ziel des Projektes ist, aufbauend auf einer Analyse bundesweiter, bzw. länderspezifischer Branchenentwicklungen sowie zukünftiger Trends und Tendenzen die Marktpotenziale themenbezogener Gewerbeparks zu untersuchen. Dabei steht die Frage im Vordergrund, welche Standortanforderungen für bestimmte Branchengruppen bei der Entwicklung neuer Gewerbepark-Projekte zu beachten sind. Dies soll im Rahmen einer bundesweiten Untersuchung ausgewählter Beispiele für erfolgreich entwickelte, branchenbezogene Gewerbeparks beantwortet werden.

Laufzeit:
Juni 2007 - Januar 2008
Ansprechpartner: Roland Busch


 

Forschungsprogramm des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung: Aufbau Ost Forschungsprojekt: Möglichkeiten und Grenzen einer länderübergreifenden Förderpolitik zur "Stärkung von wirtschaftlichen Stärken" (Cluster) in Ostdeutschland

Zusammen mit:
Technische Universität Berlin (TU)
Univ. Prof. Dr. Dietrich Henckel
FG Stadt- und Regionalökonomie, Institut für Stadt- und Regionalplanung
und Dr. Utz Ingo Küpper (UIK)

Ziel des Projektes ist es, die Potenziale, Grenzen und Hemmnisse länderübergreifender Kooperation in der Clusterförderung herauszuarbeiten. Zentrale Aspekte einer Clusterförderung sind die Mobilisierung von
Beteiligung an einem Netzwerk, die Herausbildung von Profilen und die Schaffung geeigneter Kooperationsformen, also die Nutzung von Organisationskompetenz. Da sich wirtschaftliche Aktivität nicht an
administrativen Grenzen orientiert, kann es für die länderübergreifende Kooperation gute Gründe geben, die etwa daraus resultieren, dass eine Branche bzw. ein (potenzielles) Cluster über Ländergrenzen hinweg verteilt
ist, so dass durch Kooperation bessere Effekte erzielt werden, weil nur in der Kooperation das ganze Cluster organisatorisch erfasst werden und damit die entsprechende Organisationskompetenz aufgebaut und optimierte Effekte erzielt werden können. Durch die "rechtliche Kraft" der administrativen
Grenzen, sind jedoch spezifische Formen zu finden, weil sich Landespolitiken nicht gegenseitig binden können.

Laufzeit:
Oktober 2006 - Januar 2008 
Ansprechpartner: Roland Busch


 

Allgemeine Ressortforschung des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung
Expertise „Stadtrendite durch kommunale Wohnungsunternehmen“

Unter dem Schlagwort der Stadtrendite wird seit geraumer Zeit der städtische Nutzen kommunaler Wohnungsunternehmen jenseits des betriebswirtschaftlichen Gewinns diskutiert. Die Expertise bietet den Kommunen ein Werkzeug, um die stadtwirtschaftlichen Leistungen ihres Wohnungsunternehmens einzuschätzen. 
Die Expertise definiert die Stadtrendite und ordnet sie in ein wohlfahrtsökonomisches Theoriekonzept. Demnach ist die Stadtrendite definiert als die Summe aller Vorteilsüberschüsse eines Wohnungsunternehmens für die Stadt innerhalb eines bestimmten Zeitraumes. Hierzu gehören die betriebs- und stadtwirtschaftlichen, die sozialen und ökologischen Vorteilsüberschüsse für die Stadt. Diese Vorteile entstehen überall dort, wo der Wohnungsmarkt unvollkommen arbeitet, positive externe Effekte geschaffen oder negative externe Effekte vermieden werden. 
Es werden vier Kategorien für die Stadtrendite identifiziert, die sich hinsichtlich ihrer Bedeutung abstufen lassen: 
•  die Versorgung von Haushalten mit Marktzugangsschwierigkeiten,
•  Maßnahmen im Bereich Wohnumfeld und Stadtentwicklung,
•  Maßnahmen zur Förderung der lokalen Ökonomie sowie
•  Maßnahmen zur Förderung der Ökologie.
Für diese Kategorien wird eine Bewertungsmethode entwickelt, welche sowohl quantitativ-monetäre Bewertungen als auch qualitative Bewertungen beinhaltet. Mithilfe des vor-geschlagenen Modells können die wirtschaftlichen Vorteile eines kommunalen Wohnungsunternehmens abgebildet und objektiv bewertet werden. Der Nutzen dieses Modells liegt auf zwei Ebenen:
1. Die Prüfung der Stadtrendite erlaubt die zielgerichtete Analyse der Leistungen eines kommunalen     Wohnungsunternehmens und ist als Instrument der Unternehmenskommunikation nutzbar. 
2. Die Kommunen werden in der Entscheidungsfindung für oder gegen den Verkauf kommunaler     Wohnungsbestände unterstützt. Die Prüfung der Stadtrendite verbessert die Informationsgrundlage für die     Privatisierungsentscheidung.
Die Expertise ist als Online-Publikation auf der Internetseite des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung (www.bbr.bund.de) erhältlich.

Laufzeit: November 2006 - Januar 2008
Ansprechpartner: Michael Heinze


 

Forschungsprogramm "Zukunft Bau" des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung
Forschungsprojekt „Relevanz internationaler Entwicklungen in Architektur und Immobilieninvestment für Bauwirtschaft und Baukultur in Deutschland"

Zusammen mit:
Universität Dortmund
Univ. Prof.ìn Christa Reicher
FG Städtebau und Bauleitplanung

Ziel des Projektes ist es, innerhalb ausgewählter Beobachtungsfelder relevante internationale Entwicklungen für die Planungs- und Bauwirtschaft Deutschlands aufzuzeigen. Hierbei gilt es, die Vielzahl der vorhandenen Einflüsse auf Bauwirtschaft und Baukultur zu systematisieren, deren Ursache-Wirkungszusammenhänge zu analysieren und die Interdependenzen zwischen nationalen und internationalen Entwicklungen aufzuzeigen, um darauf aufbauend die für zukünftige Entwicklungen relevanten „Stellschrauben“ zu identifizieren.
Mithilfe eines Trendszenarios sowie zweier Alternativszenarien gilt es die möglichen Auswirkungen dieser internationalen Entwicklungen auf die Qualität des Planens und Bauens in Deutschland abzuschätzen. Anhand der so entwickelten Zukunftsbilder werden diese Auswirkungen bewertet und daraus konkrete Handlungsempfehlungen für Bund, Länder, Kommunen und insbesondere für die Bundesstiftung Baukultur abgeleitet.

Ansprechpartner: Inès-Caroline Naismith

 

 

zuletzt bearbeitet am: 14.10.2020