Fakultät für Architektur und Bauingenieurwesen

Laufende Projekte

Gesundheit & Wohnen - Untersuchung der Einflussfaktoren auf gesunde Wohnverhältnisse in deutschen Großstadtregionen

Die Frage, ob und wie sich Stadtplanung, die bauliche Dichte, Architektur und die Infrastrukturversorgung auf die Gesundheit der Menschen auswirkt, ist durch die Corona-Pandemie stark in den Fokus der öffentlichen und wissenschaftlichen Diskussion gerückt. Es fehlt jedoch zumindest in deutschsprachigen Raum an aktuellen Untersuchungen und Auswertungen zu diesem Thema.

Im Rahmen des Forschungsprojektes „Gesundheit & Wohnen“ werden unter anderem die Befragungsergebnisse zum Gesundheitszustand aus dem Sozioökonomischen Panel (SOEP) mit kleinräumigen Geodaten verknüpft und ausgewertet. Hierfür wurden kleinräumig verfügbare Informationen zur baulichen Dichte, Luft- und Lärmbelastung, vorhandenen Grünstrukturen, Fuß- und Radwegen sowie Gesundheit- und Nahversorgungsinfrastrukturen deutschlandweit auf 100x100m-Gitterzellen (GeoGitter) übertragen. Insgesamt entstanden 15 raumbezogene Indikatoren, bei denen ein Einfluss auf die Gesundheit der Bewohner vermutet wurde. Über die Adresskoordinaten der Wohnstandorte der SOEP-Befragten konnten diesen die generierten raumbezogenen Indikatoren zugeordnet und die gesundheitsbezogenen SOEP-Daten kleinräumig differenziert ausgewertet werden, dies geschah insbesondere in Form von Korrelationsanalysen. Derart disaggregierte Auswertungen sind nur unter starken Datenschutzvorkehrungen in den Räumlichkeiten des SOEP-Forschungsdatenzentrums möglich. Aufgrund der hohen Auswertungsbarriere sind solche Untersuchungen erst in recht geringem Umfang erfolgt.

Das vorgestellte Forschungsprojekt ist ein Verbundprojekt der Bergischen Universität Wuppertal und des Instituts für Raumforschung & Immobilienwirtschaft und wird von Bouwfonds Property Development unterstützt.

Auftraggeber: Bouwfonds Property Development

Projektlaufzeit: 02/2021-01/2022

Kooperation: Institut für Raumforschung und Immobilienwirtschaft

Ansprechpartner: Roland Busch

rbusch[at]uni-wuppertal.de

Coworking und Stadtentwicklung (BBSR Forschungsprojekt)

Venn-Diagramm

Venn-Diagramm
Schnittmengen im Coworking

Durch die Digitalisierung haben sich in den letzten beiden Jahrzehnten die Arbeitswelten stark verändert. Zu beobachten ist eine zunehmende räumliche, zeitliche und organisatorische Flexibilisierung der Arbeit. Die Vernetzung von Endgeräten, digitale Konferenzsysteme und der Zugang zu Unternehmensdaten von außerhalb des Firmenstandortes ermöglichen eine zeitlich und vor allem räumlich sehr flexible Arbeitsweise. Diese wird von den Arbeitnehmern auch zunehmend eingefordert (Stichwort: Work-Live-Integration). Sie bietet zudem den Arbeitgebern völlig neue Möglichkeiten der Arbeitsorganisation (z.B. Crowdsourcing). Der Trend zur Wissensarbeit, die stark durch Interdisziplinarität und Teamarbeit geprägt ist, fördert diese Entwicklungen zusätzlich.

Vor diesem Hintergrund hat sich in den letzten 10 Jahren als neues Arbeitsmodell das Coworking zu einem weltweiten Trend entwickelt. Gleichzeitig wurden Coworking Spaces zu einem neuen, ernstzunehmenden Subsegment des Büroimmobilienmarktes.

Das Ziel dieser Studie ist es, das Thema der Neuen Arbeitsformen systematisch und räumlich differenziert aufzubereiten, Chancen und Risiken für die nutzungsgemischte Stadt und die Potenziale für eine Entlastung im städtischen Berufsverkehr herauszuarbeiten, sowie die Bedeutung und Steuerungsmöglichkeiten für die Stadtentwicklungsplanung aufzuzeigen. Zusätzlich soll es darum gehen, die derzeit vielfach diskutierte Bedeutung dieser Arbeitsformen kritisch zu beleuchten, empirisch zu untersuchen und Handlungsempfehlungen für die Stadtentwicklung des Bundes zu entwickeln.

Auftraggeber: Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)
Ort: Bundesweit

Projektlaufzeit: 09/2020-04/2023

Kooperation: Institut für Raumforschung & Immobilienwirtschaft

Ansprechpartnerin: Ramona Stein

rstein[at]uni-wuppertal.de


Studie zum Güterverkehr und zu den Möglichkeiten eines Gewerbeflächenmonitorings im Großraum Braunschweig

Angebotskarte Braunschweig

In vielen Ballungsräumen übersteigt die Nachfrage nach Ansiedlungsflächen für Logistiknutzungen die vorhandenen Flächenpotenziale deutlich. Dies führt zunehmend dazu, dass auf peripherere und verkehrlich suboptimal gelegene Standorte ausgewichen wird.

Das Forschungsprojekt sucht nach konkreten, in der regionalen Planungspraxis gangbaren Wegen, um die vorhandenen Potenziale einer nachhaltigen Raumentwicklung zu heben. Neu entwickelte Methoden zur Gewinnung von Daten, zur Analyse und Bewertung der logistischen Raumfunktionen und zur Gestaltung verkehrsträgerübergreifender Netze des Güterverkehrs sollen am Beispiel des Planungsraumes des Regionalverbandes Großraum Braunschweig praxisgerecht angewendet, rückgekoppelt und ggf. modifiziert werden. Im Ergebnis sollen raumverträgliche Logistikstandorte auf regional abgestimmten Flächen qualifiziert und gleichzeitig raumordnerisch verträgliche Verkehrsinfrastrukturmaßnahmen entwickelt werden. Der Lehrstuhl Ökonomie des Planens und Bauens beschäftigt sich in dem Projekt vor allem mit den Themen Standortstrukturen der Logistik und Gewerbeflächenmonitoring.

Das Vorhaben stellt ein Reallabor für eine verbesserte Verzahnung von Raum- und Verkehrsplanung dar und ordnet sich in die transformative Forschung zur Nachhaltigkeit ein. Das Projekt wird durch den Regionalverband Großraum Braunschweig gefördert und in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Braunschweig erstellt. Die Projektleitung liegt beim Lehr- und Forschungsgebiet für Güterverkehrsplanung und Transportlogistik, Prof. Dr. Bert Leerkamp.

Auftraggeber: Regionalverband Großraum Braunschweig Projekt

Laufzeit: 11/2020 – 12/2022

Ansprechpartner: Roland Busch

rbusch[at]uni-wuppertal.de

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