Navigationsweiche Anfang

Navigationsweiche Ende

Suche

LAUFENDE PROJEKTE

Anwendungsstand der Lebenszykluskostenanalyse in der wohnungs- und immobilienwirtschaftlichen Praxis und Ansätze zur Verbesserung

Konzepte zur Senkung der Bau- und Nutzungskosten und damit der Lebenszykluskosten (LZK) sind eine wichtige Voraussetzung für wirtschaftliche Immobilienprojekte, kostengünstigen Wohnungsbau und bezahlbares Wohnen. Dennoch ist in der Praxis über die Baukosten hinaus nur eine zurückhaltende Auseinandersetzung mit dem Thema zu beobachten.

Im Rahmen des Forschungsprojektes wird daher untersucht, inwieweit sich die LZK-Modellierung in der Praxis der deutschen Immobilien- und Wohnungswirtschaft durchgesetzt hat und wie die Diffusion der Anwendung verbessert werden kann. Es werden folgende Forschungsfragen bearbeitet:

  • Wie verbreitet sind LZK-Betrachtungen in der deutschen Immobilien- und Wohnungswirtschaft und in welcher Form findet die Anwendung statt?
  • Was hemmt den Einsatz von lebenszyklusorientierten Kostenanalysen?
  • Welche Anreize und Voraussetzungen können zu einer besseren Diffusion der LZK-Anwendung beitragen?

Die Forschungsergebnisse sollen einen systematischen Überblick über die Anwendungspraxis des LZK-Ansatzes geben und zielgruppenorientierte und praxisnahe Handlungsempfehlungen zum optimalen Einsatz von lebenszyklusorientierten Kostenanalysen in der Planung und Gebäudebewirtschaftung aufzeigen.

Ein Forschungsprojekt der Forschungsinitiative Zukunft Bau im Auftrag des Bundesinstitutes für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR).
Laufzeit: Juli 2017 – Juli 2019
Ansprechpartner: M.A. Olivera Obadovic

 

GiS - Gewerbe in der Stadt - Wandel im Bestand gestalten

Die Entwicklung neuer Gewerbestandorte im suburbanen Raum der letzten Jahrzehnte hat dazu geführt, dass die freien Flächen an den Stadträndern zunehmend beansprucht werden und es zudem zu einer fortlaufenden Zerstreuung von Industrie und Gewerbe kommt. Das Forschungsprojekt „Gewerbe in der Stadt – Wandel im Bestand gestalten“ soll genau dieser Entwicklung entgegensteuern. Ziel des Projektes ist es, innerstädtische Gewerbegebiete zu entwickeln und die Potenziale vorhandener, zentraler Gewerbeflächen bestmöglich zu nutzen. Es gilt, die Vorteile städtischer Gewerbestandorte – wie ein attraktiveres Umfeld, bessere Erreichbarkeit für Beschäftigte, kurze Wege zu Kunden und Kooperationspartnern der Betriebe sowie geringere Mobilitätskosten und CO2-Ausstoß – zu fokussieren. Des Weiteren stellt sich vor dem Hintergrund starker struktureller Veränderungen der „Industrie 4.0“ für eine wachsende Anzahl an Unternehmen die Frage, inwieweit suburbane Standorte langfristig überhaupt geeignet sind. Vor allem für aufstrebende und stadtaffine Wirtschaftsbereiche könnten innerstädtische und dynamische Gewerbegebiete also in Zukunft das bestmögliche Arbeitsumfeld bieten. Die Möglichkeiten und Chancen dieser „Urbanen Produktion“ sollen durch das Forschungsprojekt erarbeitet und gefördert werden, umso zu einer nachhaltigen Transformation urbaner Gewerbegebiete sowie zu einer nachhaltigen Stadtentwicklung beizutragen.

Neben den Forschungspartnern der Bergischen Universität Wuppertal und der HafenCity Universität Hamburg wird es weitere Praxispartner aus den Regionen Rhein-Ruhr und Hamburg geben, mit welchen das Projekt gemeinsam entwickelt und umgesetzt werden soll. Nach einer allgemeinen Aufbereitung des aktuellen Entwicklungsstandes wird eine weitere Untersuchung anhand von regionalen Daten und ausgewählten Fallstudien stattfinden, um neue Handlungs- und Gestaltungsansätze zu entwickeln. Diese Ansätze sollen dann in konkrete Pilotprojekte überführt werden.

Das Projekt wird in Kooperation mit der HafenCity University, Fachgebiet Projektentwicklung und Projektmanagement, Prof. Dr.-Ing. Thomas Krüger durchgeführt. Auftraggeber ist das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).
Laufzeit: Dezember 2016 – November 2019
Ansprechpartner: Dr. Monika Piegeler
Mehr Info


 

Forschungsdatenbank Nichtwohngebäude (ENOB: dataNWG) - Primärdatenerhebung zur Erfassung der Struktur und der energetischen Qualität des Nichtwohngebäudebestands in Deutschland

Der Sektor der Nicht-Wohngebäude (NWG) wird zum ersten Mal in Deutschland Gegenstand einer auf Repräsentativität ausgelegten Primärdatenerhebung hinsichtlich Stand und Dynamik seiner struktureller Eigenschaften, der energetischen Qualität und der Entscheidungsprozesse bei Modernisierung. Dabei werden erstmals Methoden der Geoinformatik angewandt, um die Auswahlgrundlage für die Stichprobenerhebung in der bisher unbekannten Grundgesamtheit der Nicht-Wohngebäude zu schaffen. Damit wäre auch das Feld für ein regelmäßiges Monitoring dieses Sektors auf die energie- und klimaschutzpolitischen Ziele hin zu vertretbaren Kosten bereitet.

Das Projekt wird in Kooperation mit dem Institut für Wohnen und Umwelt (IWU) und dem Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung durchgeführt. Auftraggeber ist das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.
Laufzeit: Dezember 2015 – Juni 2019
Ansprechpartner: Dr. Roland Busch


 

"Nachhaltige Konsummodelle der Shared Economy in der Wohnungswirtschaft"

Das Forschungsvorhaben „Nachhaltige Konsummodelle der Shared Economy in der Wohnungswirtschaft“ wird im Rahmen des Förderprogramms „Innovations- und Technikanalyse“ (ITA) des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Die Innovations- und Technikanalysen analysieren und bewerten neue fachübergreifende Themen von gesellschaftlicher Relevanz hinsichtlich ihrer Chancen und Risiken.

Das Forschungsvorhaben wird als interdisziplinäre Kooperationsarbeit mit dem Institut für Stadtforschung, Planung und Kommunikation (ISP) der Fachhochschule Erfurt durchgeführt. Weitere Kooperationen sind mit der Wohnungswirtschaft in vier Fallstudien, u.a. mit der Kommunalen Wohnungsgesellschaft mbH Erfurt, vorgesehen.

Die Förderung des Nachhaltigkeitsbewusstseins und des nachhaltigen Konsums ist ein wichtiger Baustein zur Erreichung nachhaltiger, politischer Ziele. In diesem Zusammenhang erweist sich der Trend der „Shared Economy“ als Chance für neue, flexible Konsum- und Eigentumsmodelle. Auch die Wohnungswirtschaft hat den Trend zur gemeinsamen Nutzung von Gütern erkannt. So wurden bereits erste Ansätze des Teilens und Tauschens in das Produkt- und Dienstleistungsportfolio von Wohnungsunternehmen und ‑genossenschaften aufgenommen. Dazu zählen die Bereitstellung vergünstigter Car-Sharing-Angebote für eigene Mieter/Innen oder von Flächen für Urban Gardening-Initiativen, Gemeinschaftsräume, Food-Kooperationen oder Recyclinginitiativen. Den Wohnungsunternehmen bietet sich dabei die Chance, aufgrund ihrer dauerhaften Bindung an ihre Kund/Innen neue Konsummodelle mittel- und langfristig zu etablieren.

Ziel des Forschungsvorhabens ist es, Shared Economy in der Wohnungswirtschaft erstmalig genauer zu erforschen. Im Mittelpunkt des Forschungsvorhabens stehen die bevorstehende bzw. zu erwartende Entwicklung seines Potentials und die zukünftigen Trends von kollaborativen Innovationsprozessen in der Wohnungswirtschaft im Hinblick auf das nachhaltige Konsumverhalten von Bewohner/Innen städtischer Wohnquartiere. Insbesondere die technologischen Möglichkeiten sollen gleichzeitig mit den Wertvorstellungen, der Bereitschaft und den Widerständen zu nachhaltigen Konsummöglichkeiten verschiedener Bevölkerungsgruppen und den wirtschaftlichen Anforderungen der Wohnungswirtschaft in einer Vorausschau betrachtet werden. Als methodische Bausteine sind eine Online-Befragung deutscher Wohnungsunternehmen sowie in vier Fallstudien Mieterbefragungen ausgewählter Wohnungsunternehmen sowie Zukunftswerkstätten mit Quartiersbewohner/Innen vorgesehen. Begleitend werden Expertenworkshops zum Ergebnistransfer durchgeführt.
Laufzeit: 10/2015- 09/2017
Ansprechpartner: Michael Heinze

 

 

zuletzt bearbeitet am: 12.07.2017