Ökonomie des Planens und Bauens

Ökonomie des Planens und Bauens

Im Zuge der Ökonomisierung der Gesellschaft wird das Verständnis ökonomischer Zusammenhänge beim Planen und Bauen zu einer Schlüsselqualifikation für Architekten und Planer. In diesem Sinne vermittelt das Fachgebiet "Ökonomie des Planens und Bauens" in der Lehre Grundqualifikationen für die Architektenausbildung. Hierbei geht es um eine auf traditionelle und neue Arbeitsfelder von Architekten zugeschnittene ökonomische Ausbildung, die insbesondere die Schnittstellen zu anderen Disziplinen und zur Praxis betont. Die Fragestellungen beziehen sich dabei hauptsächlich auf die vier Raumskalen Region, Stadt, Quartier und Objekt. Hierbei liegt das Potential unseres Teams insbesondere in der Verknüpfung immobilienwirtschaftlicher Fragestellungen mit der stadt -und regionalökonomischen und stadtplanerischen Dimension.

Im Bereich der Forschung haben wir uns auf die ökonomischen Fragestellungen räumlicher Entwicklungen spezialisiert. Dabei werden die Forschungsthemen auf den Raumebenen Region, Stadt, Quartier und Land behandelt.

Aktuelles

Bergische Wirtschaft 06/22, Interview mit Dr. Roland Busch:

Die Förderung öffentlicher Projekte durch Unternehmen als Win-Win-Situation

https://www.bergische-wirtschaft.net/68-2457-engagement.html

 

Forschungsprojekt zu Nichtwohngebäuden für Innovationspreis nominiert

Das Projekt „Forschungsdatenbank Nichtwohngebäude“ (dataNWG) wurde vom Berufsverband Deutscher Markt- und Sozialforscher im Rahmen des Deutschen Marktforschungspreises für den Innovationspreis 2022 nominiert. An dem Projekt ist auch die Bergische Universität Wuppertal mit dem Lehrstuhl Ökonomie des Bauens unter Leitung von Dr.-Ing. Roland Busch beteiligt.

Mit dem Projekt konnte das Forschungskonsortium, dem neben der Bergischen Universität auch das Forschungsinstitut IWU und das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) aus Dresden angehören, eine Lücke in der amtlichen Statistik schließen: Erstmals gibt es statistisch valide Daten zu Nichtwohngebäuden in Deutschland. Dazu zählen zum Beispiel Supermärkte, Friseursalons oder auch Justizvollzugsanstalten. Ein Vorteil: Die nun vorliegenden Erkenntnisse, die sowohl Anzahl, Flächen und Gebäudegestalt als auch Stand und Dynamik ihrer energetischen Beschaffenheit umfassen, können die Klimaschutzpolitik der Bundesregierung vorantreiben und damit einen Beitrag zum Ziel eines klimaneutralen Gebäudebestands leisten.

Innovatives Vorgehen

„Der Bestand der Nichtwohngebäude war zuvor in keiner amtlichen Statistik vollständig erfasst. Angesichts der Bedeutung für die Volkswirtschaft und die Klimaschutzpolitik in Deutschland ist das bemerkenswert“, erklärt IWU-Projektkoordinator Michael Hörner. Da es in Deutschland kein Gebäuderegister gibt, entwickelten die Wissenschaftler*innen in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsunternehmen IFAK einen innovativen methodischen Ansatz zur Erstellung einer repräsentativen Stichprobengröße.

Aus den im Forschungsprojekt gewonnenen Daten lässt sich ableiten, dass die Rate der energetischen Modernisierung an den Gebäudehüllen im Bestand der Nichtwohngebäude deutlich gesteigert und die Umstellung der Wärmeerzeugung auf regenerative Energieträger erheblich schneller ablaufen muss, um die Klimaschutzziele Deutschlands im Gebäudebestand bis zum Jahr 2045 zu erreichen.

dataNWG ist eines von drei nominierten Projekten. Die Preisverleihung ist für den 20. Juni in Frankfurt am Main geplant.

Mehr zum Preis: https://www.bvm.org/der-bvm/preis-der-deutschen-marktforschung/innovationspreis/shortlist-innovationspreis-2022/

Mehr zum Projekt: https://www.datanwg.de/home/aktuelles/

zuletzt bearbeitet am: 30.06.2022

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